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Ein kleiner Ausschnitt über unsere bisherigen Veranstaltungen
Vielfalt und Schätze in Nigeria: Segen und Fluch zugleich
Vortrag von Pfarrer Paul Igbo, kath. Stadtpfarrer aus Weilheim
12. Juni 2026
Nigeria ist ein Land mit großem Reichtum an Öl, Gas, Landwirtschaft und einer jungen Bevölkerung, aber zugleich leben sehr viele Menschen in Armut. Diese Gegensätze prägen das Land stark: Während eine kleine Elite viel Wohlstand besitzt, kämpfen Millionen mit Hunger, niedrigen Einkommen und fehlender sozialer Sicherheit.
Das westafrikanische Land Nigeria, mit über 242 Millionen Einwohner und über 300 Stämme, gilt als „Giant of Africa“ und ist wirtschaftlich und politisch ein sehr wichtiges Land auf dem afrikanischen Kontinent.
Nigeria hat große Rohstoffvorkommen, eine junge dynamische Population, eine Vielfalt an Kulturen, einen fruchtbarer Boden und ist eine der größten Volkswirtschaften Afrikas.
Trotzdem kommt dieser Reichtum bei vielen Menschen kaum an, weil die Ungleichheit extrem hoch ist: Ein sehr kleiner Teil der Bevölkerung verfügt über sehr viel Vermögen, während ein großer Teil arm bleibt. Dazu kommt, dass die Sicherheitslage Nigerias sich stetig verschlechtert. Gewalt durch fanatische islamistische Gruppe wie Boko Haram, IWSAP und bewaffnete Nomaden sowie Entführungen durch Banditen treiben Millionen in die Flucht.
Bei dem Vortrag wird Pfr. Paul Igbo, der selbst aus Nigeria kommt, die Gründe für die hohe Ungleichheit genauer erklären und das Spannungsfeld zwischen Reichtum und Vielfalt auf der einen Seite, Flucht und Not auf der anderen erläutern.
Er möchte auch zeigen, dass wirtschaftlicher Wohlstand allein nicht reicht, solange er ungleich verteilt ist und Sicherheit, Gerechtigkeit und Bildung fehlen. Ein gerechterer und sozialer Staat muss aus dem vorhandenen Reichtum gute Lebensqualität für alle Bevölkerung schaffen
Pfarrer Paul Igbo aus Weilheim unterstützt vor allem das Schulprojekt „Felix Makir Igbo Memorial Akademie“ in Naka (Nigeria). Dafür gründete er den Förderverein „Tar kar Ada e.V.“ („Bildung für Afrika“). Mehr zum Projekt: www.tar-kar-ada.de